Klimaplan: gemeinsam für die Erde handeln

Luft, Wasser und Boden sollen sauberer werden. Straßburg will den Ausstoß von Treibhausgasen durch eine umsichtige Energie- und Verkehrspolitik senken. Für ein weltweites Problem entwickelt die Stadt eigene Lösungen.

Wozu ein Klimaplan?

Bereits 2008 haben die Stadt und die Stadtgemeinschaft Straßburg mit ihrem Klimaplan Strategien zur Umstellung des Energiekonsums und zur Senkung der CO2-Emissionen ausgearbeitet.

Wussten Sie schon?

Treibhausgase werden auf vielfache Weise erzeugt: Durch Abgase von Fahrzeugen, die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, Industrie- und Klimaanlagen, aber auch durch Produkte und Stoffe des täglichen Lebens.

Regenerative Energie

Für 2020 haben sich die Stadt und die Stadtgemeinschaft Straßburg ehrgeizige Ziele gesetzt:

  • Reduzierung der Treibhausgase im Straßburger Großraum um 30%  
  • Reduzierung des Energieverbrauchs im Straßburger Großraum um 30%
  • 20 bis 30% Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien

Um diese Ziele zu erreichen, handeln die Stadt und die Stadtgemeinschaft Straßburg auf mehreren Ebenen:

  • Im Straßburger Großraum: die Körperschaften gehen bei ihrer Umweltpolitik mit gutem Beispiel voran;
  • Mit den wichtigste Partnern: Mehr Informationen dazu finden Sie in der rechten Spalte unter „Nützliche Links“.

Mit gutem Beispiel voran

Die Stadt und die Stadtgemeinschaft Straßburg haben bereits einige Projekte in die Wege geleitet, darunter:

  • Einführung von Bio-Lebensmitteln in den Schulkantinen seit 2009. Resultat: Der CO2-Fußabdruck der 7000 Mahlzeiten, die täglich in den Schulkantinen ausgeteilt werden, wurde jährlich um 3 % gesenkt. Hierfür erhielt Straßburg 2009 die Trophée de la Commande Publique, die in Frankreich jedes Jahr für die vier besten Initiativen in der öffentlichen Bestellung verliehen wird;
  • Umstellung großer Komplexe auf Biomasse: 2013 werden die Haushalte im Viertel Esplanade von fossilen Brennstoffen auf Holz umgestellt und die CO2-Emissionen jährlich um 33 000 Tonnen gesenkt;
  • Förderung des Radfahrens: Seit 2009 ist das Gebiet der Straßburger Stadtgemeinschaft Frankreichs Großraum mit den meisten Fahrradwegen. Zusätzliche Radwege, Anlehnbügel und neue Dienstleistungen sind geplant, um dem Fahrrad noch mehr Platz einzuräumen;
  • Modernisierung der Müllverwertungs- und Kläranlagen: 4 500 Sozialwohnungen in der Meinau und in Neuhof nutzen die dabei entstehende Abwärme;
  • Einführung der Operation „Null Pestizide“: Die Verwendung von chemischen Produkten bei der Pflege von Grünflächen wurde zwischen 2007 und 2010 um 97% gesenkt;
  • Pilotprojekte für mehr Natur in öffentlichen Anlagen: Verringerung der CO2-Emissionen, mehr Artenvielfalt und mehr Lebensqualität;
  • Sanierung und Isolierung von Schulen: Senkung der Heizungskosten um ein Fünffaches, mehr Komfort für Schüler, Lehrkräfte und Schulpersonal.

 


 
 
Kennzahlen

CO2-Verbrauch auf dem Gebiet der CUS im Jahr 2009: 3,3 Millionen Tonnen, d.h. etwa 7 Tonnen CO2 pro Einwohner.

Quelle: ASPA-09110301-ID