Grenzüberschreitende Kriminalitätsprävention

Die auf dem Gebiet des Stadtverbands Straßburg umgesetzte territoriale Strategie für Sicherheit und Kriminalprävention ermöglicht die Zusammenarbeit aller örtlichen Akteure aus den Bereichen Prävention, Sicherheit und Justiz im Dienste der öffentlichen Ruhe und Ordnung.

Eine territoriale Strategie für Sicherheit und grenzüberschreitende Kriminalitätsprävention

Seit 2011 arbeitet eine grenzüberschreitende Expertengruppe unter der Leitung des Eurodistrikts daran, auf beiden Seiten des Rheins die öffentliche Ruhe und Ordnung zu gewährleisten.

Die französischen und deutschen Behörden setzen gemeinsam Präventionsmaßnahmen in verschiedenen strategischen Bereichen um:

  • Verringerung der Kriminalitätsrate und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung,
  • Verbesserung der Verkehrssicherheit,
  • Verbesserung der Verständlichkeit des Rechtssystems für die Bürger.

Mitglieder dieser Expertengruppe sind die Bundespolizei, die Polizeidirektion Offenburg, das Zentrum für deutsch-französische Polizei- und Zollzusammenarbeit, die Police nationale, die Gendarmerie nationale, die Grenzpolizei, der Oberstaatsanwalt am Tribunal de Grande Instance Straßburg, der Staatsanwalt von Offenburg, die Stadt Kehl, die Stadt Straßburg, der Stadtverband Straßburg und das Generalsekretariat des Eurodistrikts.

Im Dienst der öffentlichen Sicherheit

Bekämpfung des Fahrraddiebstahls

Ziel des grenzüberschreitenden Ansatzes ist es, effizient gegen Diebstahl und Hehlerei von Fahrrädern vorzugehen. Zudem soll Diebstahlopfern grenzüberschreitend Zugang zu Möglichkeiten der Anzeige von Diebstählen gegeben werden sowie die Möglichkeit, ihre Fahrräder bei Fund gegebenenfalls wieder abzuholen.

> Liste der gefundenen Fahrräder einsehen: www.velos-trouves.strasbourg.eu

Deutsch-französische Fahrradstreifen

Seit dem Frühjahr 2013 gewährleisten gemischte Streifen eine gemeinsame Präsenz zu den Stoßzeiten des Aufenthalts von Franzosen in Deutschland oder Deutschen in Frankreich. Diese deutsch-französischen Streifen verbessern für die Bevölkerung des Grenzgebiets außerdem die Verständlichkeit der Rechtssysteme.

Verbesserung der Kompetenzen im Rahmen gemeinsamer Einsätze

Die grenzüberschreitende Dimension der Kriminalität erfordert, dass die Polizeibeamten von beiden Seiten des Rheins die jeweiligen Berufspraktiken der anderen Seite gut kennen. Daher werden deutsch-französische Paare gebildet, um auf lokaler Ebene die grenzüberschreitende Kriminalität zu bekämpfen.

Information und Prävention gegen den Missbrauch von Knallkörpern

Die deutsche Regelung des Verkaufs von Knall- und Feuerwerkskörpern ist weniger restriktiv als die französische. Seit 2012 findet am Jahresende eine Sensibilisierungskampagne gegenüber den französischen Käufern und den deutschen Händlern statt, um in beiden Sprachen über die juristischen Unterschiede zwischen den beiden Ländern zu informieren. Neben dieser Präventionsarbeit finden Fahrzeugkontrollen zur Beschlagnahmung illegal nach Frankreich eingeführter Artikel statt.

Die territoriale Strategie für Sicherheit und Kriminalprävention des Stadtverbands Straßburg und seine grenzüberschreitende Umsetzung stellen ein operatives und pragmatisches Instrument im Dienste der öffentlichen Ruhe und der französischen und deutschen Bürger dar.

Weitere Maßnahmen befinden sich derzeit in Umsetzung oder sind Gegenstand von Überlegungen in binationalen Arbeitsgruppen.

> Flyer der Sensibilisierungskampagne zur Einfuhr von Feuerwerkskörpern nach Frankreich (PDF)